Datierung
Wie können Steine, Faustkeile datiert werden?
Der Fundort ist ausschlaggebend. Manchmal kann organisches Material (Holz) weiterhelfen. Durch die C14-Methode kann eine Zeitbestimmung vorgenommen werden. Manchmal lässt sich die umliegende Fundstelle zeitgeschichtlich lokalisieren. Die Gletscher haben in den verschiedenen Eiszeiten nicht immer dieselben Gesteinsbrocken (Findlinge) zurückgelassen. So lassen sich die Findlinge einer bestimmten Eiszeit zuordnen. Es lassen sich auch annähernde Angaben über die jeweilige Eisdicke machen. Es konnte festgestellt werden, dass die Eisdecke im Seeland zeitweilig bis 600 m dick war. Entsprechende Findlinge wurden im Jura oder in den Voralpen auf dieser Höhe gefunden.
Die C-14-Methode C-14 wird in der Atmosphäre unter dem Einfluss von kosmischer Strahlung gebildet. Es verbindet sich mit Sauerstoff zu radioaktivem Kohlendioxid. Durch konstante Neubildung und laufendem Zerfall hat sich in der Luft ein Gleichgewicht gebildet. C-14 wird von den Pflanzen (Assimilation) bzw. durch alle von pflanzlicher Nahrung lebenden Organismen aufgenommen. In einem Baumast entsteht so eine ganz bestimmte Men-ge dieses Kohlenstoffes. Wird nun ein Ast von einem Baum abgebrochen, kann sich das C-14 Depot nicht mehr erneuern. Der C-14 Gehalt sinkt nach dem Zerfallsgesetz. Die vorhandene C-14-Menge kann analysiert werden und aufgrund der Halbwertszeiten wird auf die ursprüngliche Menge zurückgerechnet. Bis auf ein paar Jahre genau lässt sich so bestimmen, wann ein Baum abgestorben oder gefällt wurde.
Die Dendrochronologie ist bei den Spezialthemen genauer beschrieben!
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