urban
 


1194 stifteten die Freiherren von Langenstein Land und Bauernhöfe zur Gründung eines Klosters. Das Zisterzienser Kloster Lützel im Elsass schickte 12 Mönche und den Abt Konrad von Biederthan. Das gestiftete Land lag auf einer Anhöhe und eignete sich aus Wassermangel kaum zur Gründung des Klosters. Einige Kilometer weiter wurde durch Arnold von Kapfenberg weitere Güter gestiftet. Das Land lag am Talboden und war wasserreich. Das Kloster St. Urban konnte 1195 gegründet werden. Durch weitere Stiftungen, geschickten Tausch, Kauf und Verkauf konnte der Besitz des Klosters rasch vermehrt werden. Am Ende des 13. Jh. übte das Kloster die niedere Gerichtsbarkeit in der Umgebung aus und besass Güter bis ins Thurgau und auch Reben am Bielersee. Neben der Landwirtschaft, und der Winzerei unterhielt das Kloster eine eigene Ziegelbauhütte. Die produzierten Ziegelsteine und Bodenplatten wurden teilweise reich verziert und konnten gut verkauft werden. Um 1350 erreichte Kloster St. Urban (mit rund 35 Priestermönchen) seine grösste Ausdehnung.
1374/75 fielen die Gugler brandschatzend und plündernd über das Kloster her. Zur selben zeit, im Vorfeld der Schlacht bei Sempach. 1386 muss das Kloster mit Bern, Solothurn und Luzern über Burgrechtsverträge verhandeln. Führungsschwächen liessen Misswirtschaft zu. das Kloster geriet in finanzielle Schwierigkeiten. 1407 kaufte Luzern die Grafschaft Willisau und erlangte so auch die Oberhoheit über St. Urban.

In den folgenden Jahrhunderten konnte sich das Kloster finanziell erholen. Grössere Um-, Aus- und Neubauten wurden ab 1638 ausgeführt. Zwischen 1711 und 1715 wurde die mittelalterliche Klosterkirche abgebrochen und neu, in barockem Baustiel, aufgebaut.
Die Niederlage der katholischen Orte im Sonderbundskrieg 1847 und die allgemeine Klosterfeindlichkeit führten 1848 zur Aufhebung des Klosterbetriebs. Luzern verkauft das Kloster und die dazugehörenden Güter um die Kosten des Sonderbundkrieges zu decken.
1870 kauft der Kanton Luzern die ehemaligen Klostergebäude und richtet 1873 eine Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke ein. Diese wird im Laufe der Zeit zur psychiatrischen Klinik. Die ehemalige Klosterkirche wird zur Pfarrkirche St. Urban. Später wird entschieden, dass die psychiatrische Kirche weitgehend aus den alten Räumen auszieht und 1980 wird die Kirche und Orgel restauriert.

 
 
nfahrt:Von Olten oder Solothurn Richtung Langenthal. Eine Ortschaft neben Langenthal.
intrittspreis:Keiner
ffnungszeiten:
esuchsdauer:Ca. 1 Stunde
ührungen:
esichtigung:Die Klosterkirche ist für Einzelpersonen frei zugänglich
ehenswert in der Nähe:Schweizerisches Bauernmuseum in Burgrain, Olten, Solothurn, Burgdorf, Zofingen, Sursee
emerkungen:Parkplätze sind vorhanden.
 
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